4 Monate und mehr

Vier lange Monate und fast zwei Wochen fahre ich jetzt auf diesem Schiff mit. Und es passiert und passiert ständig etwas. Das alles zusammenzufassen wäre der Wahnsinn. Man kann es sich von Land aus einfach nicht vorstellen. Die großen und kleinen Dinge im Leben hier. Allein, zu Zweit, im Team.

Am 4. Januar habe ich mich meiner, jetzt leider nicht mehr Arbeitskollegin Magret, noch ein paar Fotos am Bug gemacht. Später werden in der Galerie dazu auch irgendwann nochmal Fotos folgen, wenn ich wieder zu Hause bin. Es gäbe so viele zu bearbeiten, soviel Daten zu sichten. Aber die Zeit ist an Bord einfach zu knapp und ständig will man in seiner Freizeit auch nicht vor dem Kasten sitzen 😉

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Nach einem sehr stürmischen Tag in Petra und dem regenreichsten und kältesten Tag in meinen vier Monaten hieß es am Ende der Woche von Magret Abschied nehmen. Sie kam nach mir und ging vor mir. Wie so viele in meinem Team. Nicht unbedingt, dass sie nach mir gekommen sind, aber meine neuen zwei Teamkollegen Phillip und Diana verabschiede ich bald auch wieder. Diese und nächste Woche noch, dann verlässt uns Phillip zum Ende vom Roten Meer (eeeendlich!!!) und dann geht’s durch den Suezkanal zurück in das tolle Mittelmeer und somit auch Europa, wo man nicht mehr handeln muss, einfach nur zur Kasse geht und bezahlt und sich nicht ständig einer Kultur hingeben muss, die auf Dauer ganz schön nervig wird 😉 Zwölf Wochen Rotes Meer sind und waren echt Hardcore, aber die eine überstehen wir auch schon noch 😉

Am 14. Januar, also wieder nach zwei Wochen, war Petra an der Reihe und Lorraine hatte am 13. Geburtstag, was ich als Anlass sah im Buffalo zum Abendessen zu gehen. Das war echt das mitunter leckerste Steak was ich bisher gegessen habe! Bisonfilet mit Knoblauchbrot und Backed Potato mit verschiedenen Dipsaucen. Jam Jam… ich würde gern nochmal hin, wenn es zeitlich passen würde oder wie man hier gern zu sagen pflegt „Wenn es sich nochmal ausgeht“.

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Sicher versteht den Insider jetzt so gut wie keiner, aber dazu eine kleine Story 😀

Wir lernen ja alle irgendwie noch verschiedene Sprachen bei uns im Team, obwohl wir eigentlich davon ausgegangen sind, alle Deutsch zu können 😉

Neben Österreich, teilen wir mittlerweile unser Team gelegentlich auch in Ost und West ein. Da manche neben Plaste, eher Plastik sagen oder nur Q-Tips und keine Wattestäbchen kennen, lernten wir eben auch durch unsere liebe Magret die Stiegen (=Treppen) kennen. Oder eben Sachen wie „das geht sich nicht auf“ statt „das passt nicht“ (die Redewendung fällt öfter, wenn die Galerie nicht komplett in die Galeriewand passen). Schon witzig so ein mehr oder minder „internationales“ Team ;))

Aber zurück zum Thema. Weiter im Text und meine erste und letzte Fahrt nach Luxor. 4 Stunden Busfahrt hin und 4 Stunden auch wieder zurück. Was für ein Horrortrip. Das witzige – man ist fast arbeitslos auf diesem 14 Stunden Ausflug, da man im Tal der Könige gar nicht fotografieren darf. Was genau war nochmal mein Job? Ach ja… Fotos 😀

Nach 1,5 Stunden Aufenthalt dort ging es weiter Richtung Karnak Tempel, in dem man doch wirklich glatt mal zum Arbeiten kam. Hier ein Eindruck von der Tempelanlage.

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Zum Ende des Monats habe ich mir Feli von der Rezi geschnappt und Carina aus dem Sportbereich und ein paar Fotos im Studio auf dem Schiff gemacht und endlich mal wieder neben jeglichen Standards kreativ zu werden bzw. einfach mal ganz in Ruhe mein eigenes Ding machen zu können. Hach war das toll 😉 Fotos in der Galerie. Führe ich hier nicht nochmal extra auf 😉

Zum Ende sei noch gesagt… am 31. Januar waren es noch 50 Tage. Freundlicherweise hat mir Phillip wie schon in dem kurzen Beitrag vor diesem, ein Abrisskalender zusammengebastelt. Danke nochmal an der Stelle. Jeden Abend geht es rückwärts. Bald sehe ich euch alle wieder 🙂 Aber seid gewiss, der Abschied von diesem Kahn fällt mir definitiv nicht leicht. Aber wie immer: vor mir gehen noch ein ganz paar andere Leute. Wie zum Beispiel mein Tauchlehrer Oli. Tauchlehrer? Richtig gehört. Ich hatte mich Anfang des Jahres, also gleich nach Silvester dazu entschlossen meinen Tauchschein zu machen und nicht nur den Himmel unsicher zu machen (Fallschirmsprung letztes Jahr), sondern nun auch die Unterwasserwelt zu erkunden. Nach einer Einheit im Pool, vielen theoretischen Buchseiten, bei denen ich abends im prima Einschlafen konnte *zwinker* und noch vier weiteren Tauchgängen im Meer (Safaga und Sharm-El-Sheikh), darf ich mich nun Open Water Diver nennen. Tolles Gefühl da unten neben den ganzen bunten Fischen :-))

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v.l.n.r: Ich, Carina (Sport/Fitness), Oli (Tauchlehrer), Jan (Braumeister), Feli (Rezi)

 

Soweit erstmal eine Kurzfassung zum Januar. Mal schauen was im Februar passiert?

Liebste Grüße in die Welt

 

PS: Masada und Totes Meer habe ich vergessen. Endlich war ich im Wasser… und es war noch so witzig. Sollte man mal gemacht haben 🙂

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